Der alte König im Exil - Der Schriftsteller Arno Geiger über seinen demenzkranken Vater

Wenn der Schriftsteller Arno Geiger über seinen Vater und dessen Alzheimer-Erkrankung schreibt, schreibt er über Heimat und das Gegenteil davon: Heimatlosigkeit. Diese Heimatlosigkeit beruht auf der Erfahrung und dem Gefühl, sich in der Welt nicht mehr zurecht zu finden - auch dann nicht, wenn man sich eigentlich zu Hause befindet. Ein Zuhause, das sich als Ort auch auf den eigenen Körper bezieht, in dem man sich nicht mehr geborgen fühlen kann. Geiger sieht - nicht ganz zu Unrecht - in der Krankheit die Chance eines antikapitalistischen Gegenentwurfs. Zuhause, das ist der Wunsch nach einer nichtrentablen Welt: "der Gläubige nennt (diesen Ort) Himmelreich."

 

Menschen mit Demenz malen - Wie geht das?

Ute Schmidt-Hackenberg ist die Pionierin dieser zielgruppen-orientierten Maltechnik. Sie hat in ihrem Berufsleben viele praktische Erfahrungen gesammelt und kann in ihren Workshops eine Menge guter Tipps weitergeben. Die Ergebnisse dieser Malmethode sind wirklich beeindruckend und ermutigend.
Inzwischen habe ich selbst viele Malgruppen für Menschen mit Demenz durchgeführt. Es gibt ein paar Dinge zu beachten, um sie erfolgreich zu gestalten.  

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Demenz und Art Cologne

Zurzeit läuft die 45. Ausgabe der Internationalen Kunstmesse 'Art Cologne'. Ich habe mindestens zwanzig Art Colognes durchwandert, was nicht immer leicht war. Andererseits gab es unter den Tausenden von Bildern und Objekten ziemlich zuverlässig auch welche, die lohnenswert waren. Eyecatcher. Herausragende ästhetische Erfahrungen. Überraschende Welt-Erweiterungen. Am Sonntag werde ich wieder da sein und freue mich darauf.

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Teilnahme am Workshop Museumsführungen für Demenzkranke in der Bundeskunsthalle

Jochen Schmauck von dementia+art hatte die Möglichkeit, an einem Erfahrungsaustausch über Museumsführungen für demenziell veränderte Menschen teilzunehmen. Der Workshop fand in der Bundeskunsthalle in Bonn statt, wo zurzeit auch eine große Max Liebermann-Ausstellung gezeigt wird. Geleitet wurde er von Sibylle Kastner und Friedericke Winkler, Museumspädagoginnen am rennomierten Duisburger Lehmbruck-Museum. Sie gelten als die Pionierinnen für solche Führungen in deutschen Museen und berichteten sehr offen und informativ über ihre Erfahrungen.

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1. Kulturgeragogische Woche

An Rhein und Wied fand vom 16.10.11 - 23.10.11 die erste Kulturgeragogische Woche statt. Geboten wurden Konzerte, Musik, Theater, Bewegung u.v.m.

Einzige Bedingung: Mann oder Frau mussten Ü70 sein.

Eine Woche lang konnten sich die BesucherInnen mit Kunst und Kultur beschäftigen, dabei Neues ausprobieren und entdecken. Ein kostenloser Fahrdienst gehörte ebenso dazu wie die Möglichkeit zu einem Mittagessen.

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Stimmen zu dementia+art

  • "Was mir bei der Führung  aufgefallen ist, dass die subjektive Wahrnehmung und die klugen Fragen (...), eine sehr persönliche Wahrnehmung und Deutung provoziert und damit etwas Unverwechselbares zu Tage bringen kann. Dadurch dass es hier keine falsche Wahrnehmung gibt und man keine falschen Aussagen machen kann, ist es ein die Persönlichkeit und die Seele förderndes Instrument und ein guter Zugang über die Kunstwahrnehmung zu sich selbst. Dass dies ein abwechslungsreicher Tag, mit bleibender Erinnerung sein kann, weil er etwas in den Teilnehmenden ausgelöst hat, versteht sich von selbst. Es ist wie das Lesen in einem guten Buch, Bilder, Erinnerungen und Emotionen werden freigesetzt, aber gut begleitet!"

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