18.02.2019 Mainz: Kultur und Demenz Erfahrungsaustausch

> Der Erfahrungsaustausch ist auf Anfrage auch offen für Teilnehmende früherer Fortbildungen von dementia+art.
Das Konzept von (de)mentia+art sieht vor, am Ende einer mehrtägigen Fortbildung den TeilnehmerInnen eine Praxisaufgabe zu stellen: nämlich die neuen Impulse in ihrer Einrichtung oder Institution praktisch umzusetzen. Dazu wird nach einer Weile ein Erfahrungsaustausch angeboten: Was hat geklappt? Wo gab es Probleme?

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07.03. 2019 | 15:00 – 16:30 Uhr | Öffentliche Führung für Menschen mit und ohne Demenz | Museum Ludwig | Pop Art entdecken

Eine Schöne Zeit erleben                  

Das Bedürfnis nach Kultur und gesellschaftlicher Teilhabe geht nicht automatisch mit kognitiven (Demenz) Einschränkungen verloren. Im Gegenteil – Kunst, Kultur und Musik können Schlüssel zur emotionalen Welt, zur Stärkung des Selbstwertgefühls und der Lebensqualität sein.

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Frau Tiefenthal


[Foto: Bruce Mars, Pexels]

Frau Tiefenthal ist 72 Jahre alt und seit über 40 Jahren verheiratet. Bis zur Geburt ihrer beiden Kinder arbeitete sie in der Arztpraxis ihres Mannes. Vor sechs Jahren wurde Alzheimer bei ihr festgestellt.

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Kreative Lernfelder - Künstlerische Therapien in Kultur- und Bildungskontexten


© Mädchen am Fenster, Wallraf-Richartz-Museum
Die junge Frau ist ein Beispiel für die besondere Auswahl von 'Teilhabe-orientierten' Bildern und Objekten für diese Methode der Vermittlung, die sich an Menschen mit kognitiven, psychischen oder emotionalen Einschränkungen sowie Menschen mit nur wenig Erfahrung mit "Hochkultur" richtet. Um ein "Ankommen" im Museum zu ermöglichen, erweist es sich als besonders wichtig für die Teilnehmenden, selbst etwas beitragen zu können.

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04.04. 2019 | 15:00 – 16:30 Uhr | Museum Ludwig l Öffentliche Führung | Klassische Moderne


© Otto Freundlich l Museum Ludwig

Eine Schöne Zeit erleben                  

Das Museum besitzt eine große Sammlung von Werken der Klassischen Moderne. Bei der Führung begegnen wir einigen Meisterwerken aus diesem Sammlungsbereich, die wir gemeinsam entdecken, ohne kunsthistorische Voraussetzungen, nur auf der Basis dessen, was für alle zu sehen ist. Eigene Empfindungen und Wahrnehmungen sind sehr erwünscht.
Das Bedürfnis nach Kultur und gesellschaftlicher Teilhabe geht nicht automatisch mit kognitiven oder psychischen Einschränkungen verloren. Im Gegenteil – Kunst, Kultur und Musik können Schlüssel zur emotionalen Welt, zur Stärkung des Selbstwertgefühls und der Lebensqualität sein.


04.04. 2019 | 15:00 – 16:30 Uhr | Museum Ludwig | Klassische Moderne

Öffentliche Führung für Menschen mit und ohne kognitive oder psychische Einschränkungen
Von: Museumsdienst Köln | Mit: Jochen Schmauck-Langer | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos

Das Angebot richtet sich an Einzelpersonen. Für Gruppen vereinbaren wir gerne einen individuellen Führungstermin.
Weitere Infos dazu: H I E R

 

KULTURTERMINE KÖLN Januar - März 2019

Kulturelle Angebote für Menschen mit und ohne kognitive (Demenz) oder psychische Erkrankungen



1. Konzerte

Kölner Philharmonie / Happy Hour - Klassik um Sieben: Béla Bartók
Das WDR Sinfonieorchester engagiert sich mit dementia+art für die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Demenz. Sie sind bei den WDR Happy Hour-Konzerten besonders willkommen. PROGRAMM: Béla Bartók
Weitere Infos: H i e r
Termin: 12.04. | 19:00 Uhr

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Sybille K.


[Foto: Dương Nhân l Pexels]

Sybille K. ist vor 45 Jahren in Bonn geboren. Sie hat eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert und immer sehr gerne gebastelt. Im Alter von 21 Jahren bekam sie alleinstehend eine Tochter und begann sich mit ihr in ihrer Wohnung einzuigeln. Sybille hatte den Eindruck, dass überall Gefahr lauerte, Nachbarn über sie herziehen würden und dass gekaufte neue Kleidung sie und das Kind nach und nach zu vergiften drohte.

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Ausgebucht: 14.06.2019 Kammerkonzert des WDR Sinfonieorchesters

 

Musik gilt als Königsweg zur inneren Welt der Gefühle. Der WDR und das WDR Sinfonieorchester haben sich in Kooperation mit (de)mentia+art aufgemacht, um besondere Musikprogramme für Menschen mit und ohne Demenz anzubieten. Freuen Sie sich am 14. Juni um 15 Uhr auf ein ganz besonderes Kammerkonzert mit einem gemeinsamen Singen und Musizieren zum Schluss!

PROGRAMM

Ludwig van Beethoven String Quintett in C minor Op. 104

Gemeinsames Singen und Musizieren zum Abschluss.

Mitwirkende

WDR Sinfonieorchester Chamber Players
Ye Wu, Violine
Cristian-Paul Suvaiala, Violine
Tomasz Neugebauer, Viola
Mischa Pfeiffer, Viola
Susanne Eychmüller, Violoncello

 


Wo? Kleiner Sendesaal des WDR am Wallrafplatz
Wann? 14.06. 2019 15.00 Uhr

Dauer: ca. 60 Minuten
Eintritt: frei
Anmeldung:   e r f o r d e r l i c h !
Bitte mit Angaben zu:

  • Name, Email, evt. Institution
  • Anzahl der Menschen mit Demenz und der Begleiter 
  • der Rollstühle, der Rollatoren,
  • wenn Sie mit einem Kleinbus anreisen, der auf dem WDR-Gelände geparkt werden soll: der Name des Fahrers und das Kennzeichen

Anmeldung bei: (de)mentia+art / Jochen Schmauck-Langer: Mobil 0157 - 88 34 58 81
oder per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Um frühzeitige Anmeldung wird geben.


 

Informationen über Anfahrt- und Parkmöglichkeiten sowie den Ablauf

Liebe Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher,
wir freuen uns auf Ihren Besuch am 14.06.2019 15 Uhr im WDR Funkhaus am Wallrafplatz!

  • Das Konzert findet im Kleinen Sendesaal statt und beginnt um 15.00 Uhr.
    Wir sind bereits ab 14.00 Uhr für Sie da.

    EINGANG / ANFAHRT

    Der Haupteingang zum WDR Funkhaus befindet sich am Wallrafplatz und kann - wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen - über eine Rampe auch mit Rollstuhl erreicht werden (auf dem Plan > 1) Der Wallrafplatz ist allerdings Fußgängerzone und kann nicht mit dem PKW oder Bus angefahren werden.

    Eine direkte Anfahrt (für Busse) ist über den sogenannten „Pilzbau“ des WDR möglich. Die Einfahrt befindet sich „An der Rechtschule“ (auf dem Plan > 2). Dort können Besucher bequem aussteigen.
    >>> Wichtig: Eine Parkmöglichkeit im Innenhof des WDR kann nicht garantiert werden; der Fahrer muss sich ausweisen
    Die Konzertbesucher können dann über den rückwärtigen Eingang das WDR Funkhaus betreten.
    >>> Freundliche Helfer vor Ort stehen Ihnen bei allen Fragen zur Seite.

    Der Weg zum Konzertsaal ist von dort nicht weit. Auf dem Weg dorthin befinden sich die Toiletten und die Garderoben.


    [Plan WDR]
    Bis zum Konzerteinlass können Sie direkt vor dem Konzertsaal verweilen - für Sitzgelegenheiten ist gesorgt. Der Konzertsaal ist ebenerdig, es sind genügend Plätze für Rollstühle und Rollatoren eingeplant.

    TOILETTEN
    Es gibt eine behindertengerechte Toilette sowie weitere Toiletten.

    Wir wünschen Ihnen eine gute Anreise und uns allen einen schönen Konzertnachmittag!

    Haben Sie noch Fragen?
    Jochen Schmauck-Langer von dementia+art (Tel. 0157 88 34 58 81) beantwortet sie gerne.

  


             

 

Der WDR und das WDR-Sinfonieorchester sehen sich mit ihren Angeboten für Menschen mit Demenz im Musikbereich bundesweit in einer Vorreiterrolle für Inklusion, nicht zuletzt indem weitere Pilotprojekte beispielhaft in verschiedenen Städten ermöglicht werden.

(de)mentia+art hat diese Konzerte von Anfang an organisiert, mitgestaltet und mit durchgeführt. Von der musikgeragogischen Auswahl, über die Bedingungen der Barrierefreiheit bis zu der unabdingbaren Kommunikation, die auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz eingeht.


 >>>  Zum Video mit dem WDR Sinfonieorchester:  H i e r

Heinz Jakob


© Pieter Claesz l Stillleben l Wikipedia

Er war in der Nacht gestorben. Heinz Jakob gehörte zu den Bewohnern in der Senioreneinrichtung, die ich zu betreuen hatte. 87 Jahre alt, groß und hager, mit einem ausdrucksstarken kantigen Gesicht. Seit vielen Jahren litt er an einer Demenz und war mittlerweile auf einen Rollstuhl angewiesen. Bis auf Ja oder Nein sprach er nicht mehr. Seine Arme kamen mir besonders lang vor, seine Hände waren eher Pranken, er hatte im Gartenbau gearbeitet. Verwandte – bis auf einen fernen Bruder – gab es nicht mehr. Sein Todeskampf hatte sich lange hingezogen: schwer atmend lag er über Wochen nahezu regungslos auf seinem Bett.

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Wiederholungstäter mit Notenschlüsseln in den Augen - ein etwas anderer Konzertbericht

Kennen Sie den Film 'Die große Chance'...? Sandra Bullock spielt darin eine kultivierte Südstaatenlady: eine erfolgreiche Innenarchitektin, Frau eines wohlhabenden Geschäftsmanns und zweifache Mutter. Sie schätzt das gute Leben, ist selbstbewusst, durchsetzungsfreudig - und hat ein waches Empfinden für soziale Gerechtigkeit. Als sie einen jugendlichen, obdachlosen Schwarzen auf der Straße sieht, nimmt sie ihn mit nach Hause. Der hünenhafte Junge wird bald ein selbstverständliches Mitglied der Familie und letztlich einer der berühmtesten Footballstars der USA. - Eine Frau, die dafür kämpft, dass Dinge möglich werden, die eigentlich unmöglich scheinen. Gabrielle Sauer, die Verfasserin des folgenden - sehr unterhaltsamen und zugleich berührenden - Berichts, erinnert mich an diese Frau: In diesem Fall in einer Geschichte von nachhaltiger sozialer und kultureller Teilhabe. (JSL)



 © Fotos: G. Sauer

22 WDR-Klassikkonzerte in 33 Monaten - Eine musikalische Erfolgsstory in einer Senioreneinrichtung des Clarenbachwerks Köln

„Nichts ruft die Erinnerung an die Vergangenheit so lebhaft wach wie die Musik.“ (Madame de Staël) und: „Es schwinden jedes Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten.“ (Friedrich von Schiller) - Gedanken formuliert vor langer Zeit, umschreiben sie genau die Bedeutung von Musik für demenzbetroffene Senioren in unserer Pflege-Einrichtung.

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