Führungen für Menschen mit Demenz im Kölnischen Stadtmuseum

Das Kölnische Stadtmuseum bietet einen lebendigen Einblick in die Geschichte Kölns „wie es einmal war“. Menschen mit Demenz sind jedoch auf eine besondere Art der Kommunikation angewiesen. Deshalb wurden eigens für sie Führungen im Kölnischen Stadtmuseum entwickelt. Dabei steht ein lebendiges, sinnliches Erleben im Vordergrund.

Das Kölnische Stadtmuseum ist mit seiner identifikationsnahen Sammlung besonders attraktiv für Menschen, die viele Jahre in der Stadt am Rhein und in ihrem Umland gelebt haben. Über den Museumsdienst Köln wurden deshalb eigens für Menschen mit Demenz Führungen entwickelt. Sie berücksichtigen die noch vorhandenen Ressourcen der Besucher*innen und bieten ein lebendiges sinnliches Erleben, das die Möglichkeit einschließt, an noch vorhandene Erinnerungen anzuknüpfen.

Der Hintergrund

Die Zahl der Demenzkranken wird sich in der nächsten Generation verdoppeln. Jetzt schon gibt es in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen, die an einer Form von Demenz leiden. Und es werden zunehmend mehr. In Köln sind es etwa 30000. Nicht wenigen von ihnen war eine kulturelle Teilhabe, wie sie ein Museumsbesuch bedeutet, selbstverständlich.

Menschen mit Demenz haben oft eingeschränkte kognitive Fähigkeiten. Vor allem jedoch sind sie auf eine bestimmte Ansprache angewiesen, bei der nicht die Inhalte als solche entscheidend sind, sondern die Art und Weise der Kommunikation.

Der Ablauf der Führung

Ein Museumsbesuch soll für Menschen mit Demenz und ihre Begleiter ohne Hektik und Stress beginnen. Nach der Ankunft bieten wir die Möglichkeit zu einem langsamen Warmwerden in der ungewohnten Umgebung. Dabei stellt sich auch ihr Museumsführer persönlich vor.

Die anschließende Führung dauert etwa 90 Minuten. Sie stellt einige besonders anschauliche Objekte und Kunstwerke aus der Geschichte Kölns in den Vordergrund. Dabei wird an das sinnliche Erleben der Besucher angeknüpft, ihre Erinnerungen werden aufgegriffen und gewürdigt. Ein besonderes Highlight dabei ist die Live-Begleitung durch einen Musiker mit Akkodeon, der genau auf die Objekte abgestimmte musikalische Akzente setzt.

Zum Abschluss besteht die Möglichkeit im Museumsshop ein kleines Andenken an den Besuch zu erwerben.

Informationen und Kontakt

Gruppenstärke: bis zu 8 Menschen mit Demenz plus bis zu 8 Begleitern
Dauer der Führung: etwa 90 Minuten
Kosten: Eintritt entfällt; Führungspauschale je Gruppe 75 Euro

Kölnisches Stadtmuseum
Zeughausstraße 1-3, 50667 Köln
Telefon: 0221 - 221 25789
Öffnungszeiten: Dienstag 10 - 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag 10 - 17 Uhr

Anmeldung und Beratung zu den Führungen für Menschen mit Demenz:

Jochen Schmauck-Langer
0157 - 88 34 58 81
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.dementia-und-art.de
Museumsdienst Köln
Leonhard-Tietz-Straße 10, 50676 Köln
www.museenkoeln.de/museumsdienst

Informationen zur Barrierefreiheit

Behindertentoilette vorhanden. Kleiner Aufzug vorhanden. EG und 1. Etage für Rollstuhlfahrer befahrbar. Zwei Behindertenparkplätze sind vor dem Museum markiert.

Verkehrsanbindung
U-Bahn: Haltestelle Appellhofplatz / Zeughaus (wenige Gehminuten entfernt)

Großmutter - Eine literarische Demenzgeschichte (Teil 2)

Großmutter wohnte in einem mittelgroßen, tristen Wohnblock. Ein Balkon ging zu einem Innenhof, wo auf winzigen Parzellen Gemüse angebaut und Kaninchen gehalten wurden. Die Wohnung war geräumig, aber Großmutter, die viele Reisen unternommen und vermutlich über ihre Verhältnisse gelebt hatte, fluchte bei jedem Einkauf auf die britischen und deutschen Banken, die sie zwängen, in dieser Höhle zu vegetieren. Das erste, was ich über den Islam erfuhr, war, dass er Zinsen untersagte.

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Referenzen, Partner, Kooperationen

 

dementia+art ist binnen kurzer Zeit zu einem der führenden Dienstleister für kulturelle Teilhabe bei Demenz geworden. Wir entwickeln Konzepte kultureller Teilhabe für Senioren, hochaltrige Menschen mit zusätzlichem Betreuungsbedarf und besonders für Menschen mit Demenz und vernetzen die beiden Bereiche Kultur und Demenz.

Unten finden Sie kulturelle Institutionen, Senioreneinrichtungen, kommunale Stellen u.a. für die dementia+art in den Bereichen kulturelle Teilhabe, Demenz, Kommunikation beratend, planend oder als Kooperationspartner tätig geworden ist:

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Die Japanische Klarinette - Musikarbeit mit Demenzkranken

Ein Konzert mit zeitgenössischen Kompositionen - und eine Ermunterung für die Musikarbeit mit Demenzkranken

Das japanische Kulturinstitut in Köln veranstaltete dieser Tage ein Konzert in seinen Räumen am Aachener Weiher. Geboten wurde unter dem Titel ‚Die Japanische Klarinette‘ eine Reihe von neuen Werken zeitgenössischer Komponisten, darunter – natürlich – einige Japaner. Die kurzen Stücke waren für Klarinette geschrieben, das renommierte Klarinettenduo Beate Zelinsky und David Smeyers waren die Ausführenden.

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Musik beschwingt die Seele

Musikarbeit mit alten Menschen beschwingt die Seele, denn die Musikarbeit berührt die Lebensgeschichte und die emotionale Ebene z.B. von Demenzkranken sehr stark.

Positive Gefühle, Entspannung und Aggressionsabau kann eine Auswirkung von Musikarbeit sein.

Michael Becker, Dozent für Musikarbeit mit alten Menschen Eine Vertiefung zum Thema erfahren Sie bei einer Kontaktaufnahme mit dementia+art.

Musikalische Aktivierung

Die Musikarbeit mit alten demenziell erkrankten Menschen kann sehr vielfältig sein. Es besteht die Möglichkeit über Singen, Rhythmus oder Bewegung die Demenzkranken auf der emotionalen Ebene zu erreichen und zu fördern.

Ein weiterer Aspekt ist auch Musik zu hören und eine schöne Atmosphäre für die alten demenziell erkrankten Menschen zu schaffen, in der eine Musikreise mit biographischen Aspekten möglich ist. Für diese Arbeit ist das Buch "Musik von gestern für die Senioren von heute" von Wolfgang Jopping zu empfehlen. Zu diesem Buch gehören neben den Ausführungen zu gesellschaftlichen und historischen Hintergründen auch 10 wundervolle CDs mit bekannten Stars und Melodien. Die Investition lohnt sich! Sie erhalten das Buch beim Seni-on-Verlag.

Ein Angebot über Seminare zur Musikarbeit mit alten Menschen erhalten Sie bei dementia+art - sprechen Sie uns an.

Videos über Demenz auf YouTube

Auf dem Videoportal YouTube gibt es mittlerweile eine große Anzahl von kurzen oder längeren Videos zu allen möglichen Aspekten von Demenz, Alzheimer, Pflege und Betreuung. Es lohnt sich, dort einmal zu stöbern. YouTube - Demenz

Katja Riemann im Altersheim

"Die Diebin & Der General"

"Jessie Fischer ist eine alleinerziehende Mutter, die sich mehr schlecht als recht durchwurschtelt. Dank ihrer großen Klappe und einem eigenwilligen Gerechtigkeitssinn bleibt sie nie lange in einem Job. Als sie wieder einmal gefeuert wird, weil sie ein Glas Krabben für ihren Sohn Toby mitgehen ließ, demoliert sie dem Filialleiter das Auto – und wird zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Doch Jessie ist ein Stehaufmännchen: Sie nimmt einen Halbtagsjob in einem Coffeeshop an und arbeitet die andere Hälfte des Tages ihre Strafe als Aushilfsbetreuerin in einem Seniorenheim ab.

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