Kulturförderung in Europa - Auch für Menschen mit Demenz?

KREATIVES EUROPA ist der Name für das neue EU-Programm im Bereich Kultur. Es soll von 2014 bis 2020 laufen und demnächst vom Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament verabschiedet werden.

Europa fördert Kultur - aber wie?

"Als nationale Kontaktstelle für die Kulturförderung der EU arbeitet der CCP eng mit der Europäischen Kommission in Brüssel, den Ministerien in Deutschland sowie Kollegen in derzeit 36 europäischen Ländern zusammen. In Se­mi­na­ren, Work­shops und Vor­trä­gen erhalten Interessenten aus privaten und öffentlichen Kulturbetrieben umfassende theoretische und praktische Informationen rund um die Förderung von grenzüberschreitenden europäischen Kulturprojekten. Den Schwer­punkt bildet dabei die Wis­sens­ver­mitt­lung ü­ber die Rahmenprogramme der EU wie KULTUR (2007-2013) und dem Nachfolgeprogramm KREATIVES EUROPA."

Unlängst fand ein solcher Workshop in Bonn statt, an dem Initiativen und Institutionen aus ganz Deutschland teilnahmen. Die Teilnehmer kamen vornehmlich aus dem Theater-, Museums- und Musikbereich. Jochen Schmauck-Langer von dementia+art war mit dem Thema Demenz der bunte Vogel und Quereinsteiger. Er brachte jedoch mit 'Kulturelle Teilhabe auch für Menschen mit Demenz' einen Aspekt ein, der in dieser Größenordnung in die Kulturförderung der EU neu und innovativ sein könnte.

Wie gehen die unterschiedlichen europäischen Mitgliedsländer der EU mit diesem Thema um? Welche Möglichkeiten gäbe es, mit den Erfahrungen, wie sie sich aus dem Pilotprojekt 'Kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz' für einen Ballungsraum (Köln) ergeben, an andere europäische Zentren andocken zu können?

Es wurde deutlich, dass die Chancen dafür bestehen: 

  • indem Angebote für Menschen mit Demenz auch in der 'Hochkultur' im Sinne von Inklusion eindeutig dem Bereich der Kultur zugeordnet werden (und nicht etwa dem sozialmedizinisch-therapeutischen Bereich)
  • indem unterschiedliche Herangehensweisen in mehreren europäischen Ländern verglichen werden (auf Seiten der Kulturinstitutionen ebenso wie auf Seiten der Senioreneinrichtungen, die mit Demenz befasst sind)

Natürlich musste die Referentin einräumen, dass der bürokratische Aufwand bei den Projekten  s e h r  groß sei. Die Anforderungen in Bezug auf einen europäischen MEHRWERT, der bei den Projekten zwingend vorhanden sein müsse, seien nicht weniger anspruchsvoll...

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