
Diese Fortbildungsreihe verbindet zwei Welten, die im Alltag selten ohne Probleme zusammenfinden: Kultur (Museum/Kunst/Musik) und Pflege- bzw. psychosoziale Begleitung. Sie übersetzt Krankheits-Basics in eine teilhabeorientierte Praxis – damit Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen im Museum nicht „mitgedacht“, sondern als Beteiligte angesprochen werden.
Die beiden digitalen Tage (02.02. und 09.02.) geben Sicherheit in Grundlagen, Kommunikation und Barrieren. Die zweitägige Kölner Praxis (05.–06.05.) ist der Transfer-Teil: In Kleingruppen wird die Methode der strukturell Teilhabeorientierten Vermittlung im Museum eingeübt – mit Feedback und Praxisaufgabe.
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Teil 1: Basics Krankheitsbild
Teilhabe am öffentlichen – und damit auch am kulturellen – Leben ist ein Menschenrecht. Das gilt auch für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen (Demenz). Ein Museumsbesuch oder ein Konzert kann Ressourcen wecken: Erfahrungen, Erinnerungen, vertraute Abläufe, sinnliche Eindrücke. Für viele wird Kultur damit zu etwas sehr Konkretem: eine schöne Zeit, ein gemeinsamer Moment, ein Stück Zugehörigkeit.
Diese eintägige Fortbildung schafft die Grundlagen, um solche Angebote qualifiziert, sicher und teilhabeorientiert planen und durchführen zu können. Im Zentrum steht eine Übersetzung, die im Alltag oft fehlt: zwischen Kulturinstitutionen (Werk, Raum, Vermittlung) und Pflege-/Betreuungspraxis (Sicherheit, Tempo, Belastbarkeit, Würde). Ziel ist, dass Sie sich sicher fühlen – in der Einschätzung von Situationen, in der Kommunikation und in der Auswahl geeigneter Inhalte.
Inhalte
Zu den Basics gehören:
- Krankheitsbild Demenz: typische Auswirkungen auf Gedächtnis, Orientierung und Kommunikation
- Funktion des Gedächtnisses: was „geht“ oft noch – und was verändert sich?
- Grundlagen einer entlastenden, wertschätzenden Kommunikation
- Bedeutung von Emotionen für Begegnung, Gruppenklima und Objekt-/Bildauswahl
- typische Hemmnisse und Barrieren (auch institutionell) – und wie man sie praktisch überwindet
Was Sie nach dem Tag mitnehmen
- mehr Sicherheit im Umgang mit Demenz in kulturellen Settings
- ein klareres Gespür für Tempo, Rahmung und hilfreiche Sprache
- Kriterien für „teilhabefähige“ Angebote (Museum/Konzert/Kommune)
- eine gute Vorbereitung für die analoge Praxis im Museum (Mai 2026)
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Organisatorisches
Termin (digital): 02.02.2026, 10–18 Uhr (Pause 13–14 Uhr; zusätzlich je 15–20 Minuten Vor- und Nachmittag nach Bedarf)
Zielgruppe: Mitarbeitende in Pflege/sozial-kultureller Betreuung; Mitarbeitende von Museen/Kultureinrichtungen (Inklusion/Demenz); Multiplikator*innen; fortgeschrittene Studierende (auf Anfrage)
Referent: Jochen Schmauck-Langer (Geschäftsführer von (de)mentia+art), Kulturgeragoge, Dozent, Kunstbegleiter in verschiedenen Kölner Museen; Entwicklung analoger und interaktiver digitaler Gruppenformate; Einbindung von KI
Teilnehmende: max. 16 (mind. 10) • Anmeldeschluss: 28.01.2026
Teilnahmeentgelt: 195 €
Nach Anmeldung und Zahlungseingang erhalten Sie den Zugangslink. Im Anschluss: digitales Handout + Teilnahmebescheinigung.
Infos/Anmeldung: Jochen Schmauck-Langer • schmauck.langer(at)live.de • 0157 88345881
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Anschluss: Teil 2 (Praxis im Museum)
05.–06.05.2026 / Köln – Praxis im Museum (Ort: folgt)
Die zweitägige Praxis im Frühsommer 2026 findet in einem Kölner Museum (ggf. in zwei Häusern) statt. Im Zentrum der Übungen in Kleingruppen steht ein Paradigmenwechsel: Ästhetische Objekte werden nicht nur erklärt, sondern wesentlich durch Beiträge der Besucher*innen erschlossen – über Ressourcen, Erfahrungen, Erinnerungen und Meinungen.
Diese Praxis bezieht auch Personen ein mit vergleichbarer Qualifikation (z. B. frühere Schulungen).
Mehr Infos: H i e r
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