Kultur als Freudenbringer (3) - Teilhabe ermöglichen auch für Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen

Kultur kann ein Freudenbringer sein! (de)mentia+art möchte mit ein paar Beispielen Lust darauf machen, es mit kultureller Teilhabe erstmals oder wiederholt zu versuchen: für sich selbst, für Ihre zu betreuenden Gäste, Ihre Bewohnerinnen und Bewohner.



  

[Kolumba / Ausgrabung © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)]

Ein Museum als Freudenbringer, dessen größter Raum durch eine Trümmerlandschaft führt? Es sind Ausgrabungen, die hinabführen in eine 2000jährige Nutzung des Ortes. Kolumba, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, wurde auf den Nachkriegstrümmern der ehemaligen Pfarrkirche St. Kolumba erbaut. Architekt war Peter Zumthor, dessen Arbeit in Köln mindestens ebenso viele Architekturliebhaber aus aller Welt anzieht wie Kunstinteressierte.

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Newsletter 03_2022

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ist für Sie in den Bereichen Kultur und Pflege/Betreuung die Pandemie vorbei? - Für uns bei (de)mentia+art ist sie es jedenfalls nicht. Mit unseren Angeboten zu kultureller Teilhabe sind wir nach wie vor konfrontiert mit Absagen oder Stornierungen von Museumsführungen. Selbst was digitale Formate angeht! Auch die beliebten Kammerkonzerte sind noch nicht möglich.

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Ikea und Hiroshima: Isamu Noguchi - NEU im Museum Ludwig

[Play Sculpture, 1965/2021 von Isamu Noguchi, © The Isamu Noguchi Foundation and Garden Museum/VG Bild-Kunst, Bonn 2022 Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln, Marleen Scholten]
Isamu wer? Unter den großen Künstlern des 20. Jh. ist der japanisch-amerikanische Bildhauer Isa­mu Noguchi (1904, Los An­ge­les - 1988, New York) einer der großen Unbekannten. Warum eigentlich? Hängen doch in vielen Wohnungen die eigentümlichen "Ikea"-Papierleuchten, die an Japan erinnern und nicht von ungefähr an den Designer, der Noguchi auch war. Er war aber auch ein politischer Künstler, der Fragen nach Identität und dem Verhältnis des Menschen zu Natur und Erde im Blick hatte.

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13.03. / 27.03.2023 / 3. Fortbildung Cellitinnen: Digitale Museumsführungen für Menschen mit Demenz


[Foto: Caritas Altenzentrum St. Bruno l
Abbildung (Detail): Huybrecht Beuckeleer, Madonna und Kind, 1563,
Wallraf-Richartz-Museum, Köln (Rheinisches Bildarchiv)]

Menschen mit Demenz leben überall im deutschsprachigen Bereich. Für viele sind Museen nur schwer oder gar nicht zu erreichen. Dies gilt sodann auch für viele Pflegeeinrichtungen, Tagespflegen, Demenzcafés u. a.
In Reaktion auf die Erfahrungen mit Pandemie, Isolation und Vereinsamung hat (de)mentia+art ein digitales, ortsunabhängiges Vermittlungsformat entwickelt, das eine wertschätzende und interaktive Teilhabe für Menschen mit Demenz ermöglicht und ihre Ressourcen anspricht.

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13.06.2022 l Online Erfahrungsaustausch | Projekt "Digitale Museumsführungen für Menschen mit Demenz in Pflegeeinrichtungen"

Foto: Caritas Altenzentrum St. Bruno l
Abbildung (Detail): Huybrecht Beuckeleer, Madonna und Kind, 1563,
Wallraf-Richartz-Museum, Köln (Rheinisches Bildarchiv)



Mitten in der Pandemie wurde (de)mentia+art im Herbst 2020 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) beauftragt, das von uns neu entwickelte Format interaktiver digitaler Führungen für Museen und Pflegeeinrichtungen bekannt zu machen. Es folgten für alle Beteiligten zehn herausfordernde Monate bis August 2021 mit einer Vielzahl von Schulungen für alle Bundesländer. Der nun auf den Juni verschobene Erfahrungsaustausch soll auch auf die zuletzt vielfach geäußerten aktuellen Belastungen für Pflegeeinrichtungen und Museen eingehen.
Nun soll am 13.06.2022 der Erfahrungsaustausch konzentriert Auskunft geben über:

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17.06.2022 Fortbildung Digitale Museumsführungen ermöglichen für Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen

  

Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen leben überall im deutschsprachigen Bereich - allein oder in der Familie. Für viele sind Museen nur schwer oder gar nicht zu erreichen. Dies gilt sodann auch für viele Pflege- und Betreuungseinrichtungen. In Reaktion auf die Erfahrungen mit Pandemie, Isolation und Vereinsamung hat (de)mentia+art ein digitales, ortsunabhängiges Vermittlungsformat entwickelt, das eine wertschätzende und interaktive Teilhabe ermöglicht.
Das Format wurde 2020/21 als Bundesprojekt des BMFSFJ gefördert. Kooperationspartner war u.a. der Bundesverband Museumspädagogik.


Ablauf der Schulung

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Kultur als Freudenbringer (1) - Teilhabe ermöglichen auch für Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen

Kultur kann ein Freudenbringer sein! (de)mentia+art möchte mit ein paar Beispielen Lust darauf machen, es mit kultureller Teilhabe erstmals oder wiederholt zu versuchen: für sich selbst, für Ihre zu betreuenden Gäste, Ihre Bewohnerinnen und Bewohner.



 


[© Rheinisches Bildarchiv, rba_c004548 Der Gärtner, Mathieu Le Nain]

Das ist gerade eines meines Lieblingsbilder im Wallraf-Richartz-Museum.
Was geht da eigentlich vor sich? Wir sehen eine kleine Gruppe von Frauen und Kindern und einen Mann. Der Mann hat einen Spaten in der Hand und überreicht der Frau, die am Tisch sitzt, etwas. Ein Röschen, ein kleines Sträußchen. Vielleicht ist er der Gärtner? Der Ort sieht nach einer Küche aus. Im dunklen Hintergrund glimmt in einem Kamin ein Feuer. Auf dem Küchentisch die Teile eines zerlegten Hasen. Auf dem Boden Kessel und Töpfe. Wenn wir auf die Kleidung der Personen schauen, sehen wir, dass der Mann einfach gekleidet ist. Ebenso die Frau, die steht und wohl einen Besen in der Hand hat. Die Frau am Tisch hingegen ist vornehm gekleidet, auch die drei Kinder.

Bilder und ihre Geheimnisse gemeinsam entdecken

Doch nicht diese Äußerlichkeiten sind das wichtigste für uns, sondern wie Frauen und Kinder auf das reagieren, was der Mann mit seiner behutsamen Annäherung gerade tut. Der Maler zeigt uns die Gefühle auf den Gesichtern der Kinder sehr genau. Die Magd jedenfalls hat ihr Urteil längst gefällt. Doch wie reagiert die Frau des Hauses selbst auf die überraschende Gabe? Und war sie überhaupt mit dem Röschen gemeint?



Wenn Sie Lust auf mehr haben und auch Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen kulturelle Teilhabe ermöglichen wollen, wäre eine Führung zum „Goldenen Zeitalter der Malerei“ für Sie genau das Richtige: vor Ort im Museum Wallraf-Richartz in Köln. Oder auch digital im Haus/in der Einrichtung, überall!

Mehr Bilder, mehr Führungen, mehr Museen für Menschen mit und ohne Demenz sowie für Menschen mit und ohne psychische Beeinträchtigungen finden Sie, wenn in das  SUCHFELD  der Website von (de)mentia+art "Kulturtermine Köln" eingeben.
Wenn da nichts Passendes für Sie ist, vereinbaren Sie doch einfach Ihren Wunschtermin mit uns:
Jochen Schmauck-Langer 0157-88345881 // Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

23.06. 18 Uhr l Digitaltag l Infos zu digitalen Führungen für Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen

 


[Paul Klee: Hauptweg und Nebenwege, 1929, Museum Ludwig]

Menschen mit kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen leben überall im deutschsprachigen Bereich - allein oder in der Familie. Für viele sind Museen nur schwer oder gar nicht zu erreichen. Dies gilt sodann auch für viele Pflege- und Betreuungseinrichtungen. In Reaktion auf die Erfahrungen mit Pandemie, Isolation und Vereinsamung hat (de)mentia+art ein digitales, ortsunabhängiges Vermittlungsformat entwickelt, das eine wertschätzende und interaktive Teilhabe für einzelne Teilnehmer*innen, aber auch für Gruppen ermöglicht.

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Großes Kino: Der Sprayer Harald Naegeli im Museum Schnütgen

[Harald Naegeli, Totentanz (memento mori) an der Westfassade von St. Cäcilien, Köln, 1980/89 Foto: Raimond Spekking, Wikimedia]

Der Schweizer Künstler Harald Naegeli (*1939), der „Sprayer von Zürich“, war einer der ersten Graffiti-Künstler Europas. Er kam gegen Ende des Jahres 1979 nach Köln. In der Schweiz wurde er wegen seiner illegal gesprayten Graffiti strafrechtlich verfolgt. Im "heiligen" Köln fand er ein neues Thema für seine nächtlichen Streifzüge und sprayte von Ende 1979 bis 1981 zahllose Skelette und Totenschädel auf Beinen. Viele Dokumente dieser "andere(n) Malerei“ wurden als "Kölner Totentanz" berühmt. Die meisten waren schon bald vernichtet und sind heute vor allem in historischen Fotografien dokumentiert.

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21. - 22.06.2022 Köln: Fortbildung Kulturbegleitung für Menschen mit Demenz

    
[Museum Schnütgen, Führung für Menschen mit Demenz]

Die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen bereichert das Leben auf vielfältigste Weise. Das gilt auch für Menschen mit Demenz. Der Besuch in einem Stadt- oder Kunstmuseum, die Teilhabe an einem Konzert... kann alte Erinnerungen wecken, die Begegnung mit Melodien, Bildern und Skulpturen ein Erlebnis für alle Sinne sein - eine schöne Zeit.

Teilhabe am öffentlichen und damit auch am kulturellen Leben einer Gesellschaft ist ein Menschenrecht. Welche Voraussetzungen müssen vorhanden sein, um einen freien Zugang für Menschen mit Demenz zu verschiedenen kulturellen Angeboten einer Kommune zu schaffen?

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