05. – 06.05.26 Köln / Museum Ludwig: Kulturbegleitung und Teilhabeorientierte Vermittlung für den Bereich Inklusion

Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen eine Stimme geben

Museum Ludwig, Köln

Die Fortbildung verbindet zwei Welten, die im Alltag selten ohne Probleme zusammenfinden: Kultur (Museum/Kunst) und Pflege- bzw. psychosoziale Betreuung. Sie übersetzt Krankheits-Basics in eine teilhabeorientierte Praxis – damit Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen im Museum nicht bloß „mitgedacht“, sondern als Beteiligte angesprochen werden können. – Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass sich die Methode auch für andere Besuchergruppen gut eignet, etwa für Menschen mit Migrationsgeschichte oder allgemein mit wenig Museumserfahrung. Die zweitägige Kölner Praxis ist ein Transfer für praktische Kenntnisse und Erfahrungen oder auch der Anstoß, diese im Inklusionsbereich zu erwerben.
In Kleingruppen wird die Methode einer strukturell Teilhabeorientierten Vermittlung im Museum eingeübt. Es geht darum, Menschen mit oder ohne Beeinträchtigungen eine Stimme zu geben.



Eine Möglichkeit die Basics zu den Krankheitsbildern zu erwerben bietet sich bei folgenden beiden Schulungen:

14.09.2026 Digital: Fortbildung zur Kulturbegleitung von Menschen mit Demenz – Teil 1: Basics Krankheitsbild

21.09.2026 Digitale Fortbildung zur Kulturbegleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen – Teil 1: Basics Krankheitsbilder

Die beiden digitalen Tage (14.09. und 21.09.) geben Sicherheit in Grundlagen, Kommunikation und Barrieren.
.


.
Teilhabeorientierte Vermittlung – die Methode

Mit der „Teilhabeorientierten Vermittlung“ hat (de)mentia+art vor mehr als zehn Jahren eine Methode entwickelt, die über reine Bildungsvermittlung und bloß „dialogische“ Verfahren hinausgeht, weil sie soziale Teilhabe im Museum gezielt in den Blick nimmt. Ästhetische Objekte werden dabei weitgehend durch Beiträge der Besucher*innen erschlossen: durch ihre Ressourcen, Erfahrungen, Erinnerungen und Meinungen.
Diese Art der Vermittlung hat sich in Hunderten von Führungen in vielen Museen und Sammlungen bewährt.

Ein Paradigmenwechsel – und was dafür entscheidend ist

  1. sorgfältige Auswahl teilhabefähiger Objekte
  2. eine lebensweltliche, entlastende Kommunikation
  3. die konsequent eingenommene Rolle der/des Moderierenden (Raum halten, Beiträge sichern, Überforderung früh erkennen)

Diese Praxis ersetzt keine Spezialkenntnisse zu Demenz oder psychischen Erkrankungen – sie baut darauf auf (siehe unsere Basic-Schulungen oder vergleichbare Erfahrungen).

Ablauf & Inhalte

1. Teil – Theoretische Grundlagen

  • Bildungsauftrag und soziale Erfahrung
  • Hemmnisse/Barrieren
  • Kriterien zur Objektauswahl
  • Selbstverständnis der Moderation
  • lebensweltliche Kommunikation
  • Bedeutung von Emotionen

2. Teil – Praktische Übungen in den Sammlungen

  • Setting im Raum
  • eigene Objektauswahl und thematische Aufbereitung (Kleingruppen)
  • Vorstellung der Ergebnisse, wechselnde Gruppen, unterschiedliche Sammlungsbereiche
  • Zusammenschau der Erfahrungen; Ausblick auf die eigene Praxis

.
Praxisaufgabe: Umsetzung der Teilhabeorientierten Vermittlung für die eigene Sammlung / das eigene Haus
Sie erhalten ein digitales Handout und eine Teilnahmebescheinigung

Vorgesehen ist ein digitaler Erfahrungsaustausch nach ca. 6 – 9 Monaten
.


.
Organisatorisches

Termin: 05.–06.05.2026, 10–18 Uhr
Ort: Köln • Praxis im Museum Ludwig
Zielgruppe: Museumsmitarbeiter*innen / Fachkräfte & Studierende in kognitiver und psychosozialer Begleitung
Referent: Jochen Schmauck-Langer (Geschäftsführer von (de)mentia+art), Kulturgeragoge, Dozent, Kunstbegleiter in verschiedenen Kölner Museen; Entwicklung analoger und interaktiver digitaler Gruppenformate; Einbindung von KI
Kosten: 295 €
Teilnehmende: max. 16 (mind. 10)
Infos/Anmeldung: schmauck.langer(at)live.de  • 0157 88345881



.
Ein Angebot von:

In Kooperation mit:

Weitere Artikel lesen