dementia+art - Kultur für Menschen



ll   A K T U E L L
ll   Regionale Kulturtermine in Deutschland, Österreich, Schweiz   H i e r
ll   Bericht   Affenberge - Erinnern oder Vergessen?
ll   Newsletter   Oktober 2017
ll   Köln: 27.10. 15 Uhr  Museum Ludwig / Sprechen Sie Picasso?
ll   Köln: 30.10. 10.30 Uhr Kolumba - NEU Pas de deux / Das Museum tanzt




Teilhabe  
erweist sich immer mehr als prägendes Phänomen unserer Zeit.

Teilhabe in jeder Art und Weise. Materiell, sozial, kulturell. Manches scheint noch unrealistisch, vieles bedarf eigener Anstrengungen und Voraussetzungen, nicht wenig ist schon erreicht. Besonders was äußere Barrierefreiheit angeht.

dementia+art hat in den letzten beiden Jahren versucht, auf den Wunsch nach Teilhabe im Bereich der Kultur verstärkt einzugehen.

Unsere ‚Teilhabe-orientierte Vermittlung‘ ist das Ergebnis von weit über 200 Führungen im Museumsbereich, zahlreicher Konzerte und vieler Fortbildungen für unterschiedliche Zielgruppen. Dabei halfen uns die vielfältigen Erfahrungen Kriterien für die ‚innere Barrierefreiheit' zu entwickeln.  

INNERE  BARRIEREFREIHEIT?

Die Besucherforschung zeigt, dass nur 10 % der Bevölkerung intensive Kulturnutzer sind. Der weitaus größte Teil verfügt  nur über wenige oder keinerlei Erfahrungen mit Orten der ‚Hochkultur‘ wie es Museen, Konzerthäuser, Theater sind. Verbunden ist dies nicht selten mit verschiedenen Hemmnissen und Barrieren.

Will man diese Menschen ansprechen, reicht es nicht ein offenes Haus zu präsentieren. Vielmehr spielen bei solchen die Auswahl der Inhalte und eine angepasste Kommunikation eine entscheidende Rolle - die ‚innere‘ Barrierefreiheit.

TEILHABE - ORIENTIERTE  VERMITTLUNG  IM  MUSEUM

dementia+art hat ein Modell kultureller Teilhabe für Museen entwickelt, das sich mit ‚innerer Barrierefreiheit‘ auseinandersetzt. Ursprünglich wurde es für Menschen mit Demenz geschaffen, bei denen - ab einer fortgeschrittenen Phase - nicht mehr mit einem abgesicherten Bildungshintergrund zu rechnen ist.

Daraus folgernd finden unsere Museumsführungen in Köln konsequent auf der Basis dessen statt, was für alle gemeinsam sichtbar ist: ohne an Bildungsvoraussetzungen geknüpft zu sein, ohne historische oder kunsthistorische Vorkenntnisse zu erwarten. Dieses Format geben wir erfolgreich in unseren Fortbildungen weiter.

WEITERE  ZIELGRUPPEN  ANKOMMEN  LASSEN

Mehr und mehr hat sich die ‚Teilhabe-orientierten Vermittlung‘ als geeignet für Menschen jeden Alters erwiesen, um sie im Museum ‚ankommen‘ zu lassen. Diese neue Art der Vermittlung ersetzt die fachlich hochqualifizierten Bildungsprogramme nicht. Vielmehr ergänzt sie diese, weil sie 'Anfängern' eine Chance geben will, im Museum anzudocken: Jugendliche und Erwachsene bringen ihre Ressourcen, Erfahrungen, aber auch Meinungen und Gefühle mit. Dabei gibt es kein Falsch. Jedoch sehr viel an wertschätzender Orientierung.

Gerade Museen erweisen sich als Paradeorte für diese Art von Teilhabe – als öffentlich herausgehobene ästhetische Räume, die man gemeinsam entdecken kann.  

„Nach zwei Tagen habe ich die eigene Sammlung mit ganz anderen Augen gesehen…!“

Auch für erfahrene VermittlerInnen erweist sich das simpel klingende Konzept in der Praxis als eine neue und hochkomplexe Herausforderung. Ein Paradigmenwechsel.

dementia+art bietet deshalb ab 2018 Fortbildungen mit intensiven Praxiseinheiten an, die in die Lage versetzen, in einer ganz anderen Art der Vermittlung auf Besucher einzugehen.



Additional information