04.05.2018 - 15:00 Uhr Öffentliche Führung Wallraf-Richartz-Museum / Kinderwelten im 19. Jh.

Wallraf-Richartz-Museum / Kinderwelten im 19. h.
Wie haben Kinder früher gelebt? Welche Dinge waren Ihnen wichtig? Wir entdecken gemeinsam Kinderwelten im 19. Jahrhunderts, ohne kunsthistorische Voraussetzungen, nur auf der Basis dessen, was für alle zu sehen und zu erkennen ist. Eigene Empfindungen und Wahrnehmungen sind sehr erwünscht.
Weitere Informationen finden sie: H i e r

Angebot für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen
Von: Museumsdienst Köln | Mit: Jochen Schmauck-Langer | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos

Pretty Woman und ich

Zu den berühmtesten Werken der Weltliteratur zählt die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia, wie Shakespeare sie in seinem Drama erzählt. Zu allen Zeiten wurde danach wieder auf den Stoff zugegriffen, in Drama und Erzählung, in Film, Musik und nicht zuletzt im Tanz.

Ich war kaum Zwanzig, als ich damit in Berührung kam. Der Anlass war ein Aufenthalt in Paris, für einige Wochen in den Semesterferien. Durch Zufall ergatterte ich eine Stehkarte für die Pariser Oper, noch dazu für die Aufführung eines abendfüllenden klassischen Balletts. Warum ich hinging? Ich weiß es nicht mehr. Aus dem Kleinbürgertum stammend, mit einer verschachtelten Bildungsbiografie war ich nie in der Oper gewesen, nie im klassischen Ballett...

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Meine erste Führung für Museumsbesucher mit Demenz. Ein Erfahrungsbericht

[Abbildung: Museum Lothar Fischer]
Anja Schmickal ist freiberufliche Kunstvermittlerin im Museum Lothar Fischer. Das Museum ist in Neumarkt (Oberpfalz) und hat den Schwerpunkt 'Moderne Kunst'. Ihr Bericht schildert - nach einer ersten Annäherung an das Thema Demenz - den Versuch mit einer Führung in der Sammlung des Museums. Frau Schmickal spricht offen die Schwierigkeiten an, die das ungewohnte Format und die 'unbekannte' Zielgruppe in einem Haus mit dem Schwerpunkt Moderne Kunst mit sich bringen können.

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Fachverband Kunst- und Kulturgeragogik ist Mitglied im Deutschen Kulturrat

Kunst- und Kulturgeragogik nun Thema der Kulturpolitik

Der Fachverband Kunst- und Kulturgeragogik e.V. wurde im November 2017 als Mitglied in die Sektion Soziokultur und Kulturelle Bildung des Deutschen Kulturrats aufgenommen.

dementia+art engagiert sich seit Jahren in diesem Arbeitsfeld. Wir organisieren für Menschen mit und ohne Demenz Veranstaltungen im Musik- und Museumsbereich, schaffen regionale und überregionale Netzwerke und sind im ganzen deutschsprachigen Bereich zu einem wichtigen Anbieter von Fortbildungen geworden, in denen wir für Kulturinstitutionen und für Pflegeeinrichtungen unsere Erfahrungen weitergeben.

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Kultur als ästhische und soziale Teilhabe

dementia+art versteht sich als Vermittler zwischen Kultur und verschiedenen Bereichen von Pflege und Betreuung, Schule und Soziokultur. Inhaltliche Schwerpunkte sind Musik und Kunst, Konzerthäuser und der Museumsbereich.

In den letzten Jahren durften wir Erfahrungen in vielen unterschiedlichen Museumsräumen sammeln: in Berlin, Hamburg, München und Köln ebenso wie in nahezu allen deutschen und österreichischen Bundesländern, in Kleinstädten wie auch in ländlichen Räumen. Über 200 inklusive Führungen in Museen, weit über 20 Kammerkonzerte und ebenso viele Konzerte in anderen Musikformaten ermöglichen uns eine Weite Spanne an Erfahrungen.

Wir begegnen oft:

  • Menschen, die noch nie oder nur selten an Orten der 'Hochkultur' waren - etwa hochaltrige Menschen mit und ohne Demenz, aber auch oftmals deren pflegende und betreuende Begleiter*innen
  • Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
  • Schüler mit psychischen Beeinträchtigungen, oftmals in Distanz zu Museen als 'außerschulischem Lernort'
  • allgemein Menschen mit wenig Kulturerfahrung, die mit herkömmlicher Kulturvermittlung nicht erreicht werden

TEILHABE-ORIENTIERTE  VERMITTLUNG

Unsere Teilhabe-orientierte Vermittlung ermöglicht Menschen im gemeinsamen Entdecken ästhetischer Objekte intensive soziale Erfahrungen. Die eigenen Ressourcen, Meinungen, Erfahrungen, Gefühle sind ein struktureller Teil davon. Der/die Museumsbegleiter*in moderiert und lenkt dieses Entdecken in der Gruppe aktiv - mit Blick auf die gesellschaftlichen Veränderungen.

Teilhabe-orientierte Vermittlung'  will die hochspezialisierten Bildungsprogramme nicht ersetzen, aber ergänzen.



  • Erfahrungs- und Medienberichte dazu finden Sie im Blog
  • Fortbildungen finden Sie unter BILDUNG

Die Liebe am Nachmittag

dementia+art beschäftigt sich mt Kultur und Demenz. Beide Bereiche sind eng mit eigenen Erfahrungen und Ressourcen verbunden. Im Bereich Kultur war dies unter anderem auch meine jahrelange Tätigkeit als literarischer Autor, die nun durch die Wiederaufnahme eines Titels bei Kiepenheuer&Witsch als eBook und als Taschenbuch aktualisiert wurde.
Eine der 25 Liebesgeschichten trägt den Titel 'Großmutter'. Ich habe sie vor etlichen Jahren geschrieben, als das Wort Demenz und seine Bedeutung in der breiteren Öffentlichkeit noch kaum bekannt waren. Es ist eine Geschichte über das Erinnern und Vergessen und wirft einen ganz eigenen - literarischen - Blick auf die Krankheit. (J.Schmauck-Langer)


 

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Bericht: Bedürfnis nach Liebe - und nach Kultur

In der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln vom 26.05.2017 ist ein Bericht über Gabriele Sauer erschienen. Sie ist Kulturbegleiterin für Menschen mit Demenz in einem Kölner Seniorenheim. In dem Artikel beschreibt die Autorin Almud Schricke sehr anschaulich verschiedene Museums- und Konzertbesuche im Kölner Raum, verschweigt dabei nicht die logistischen Schwierigkeiten, macht aber auch deutlich, dass diese 'KulTöurchen' eine Bereicherung für alle Beteiligten ist.


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