Affenberge - Erinnern, Vergessen, Gefühl oder Verstand?

Unsicher und angespannt betrete ich den Kleinen Sendesaal, wo eines der Kammerkonzerte stattfinden soll, die das WDR-Sinfonieorchester zusammen mit dementia+art für Menschen mit Demenz anbietet. Im Saal waren etwa 90 Zuhörer, davon etwa 60 Menschen mit dementiellen Veränderungen, die zumeist in kleinen Gruppen aus dem Raum Köln und den angrenzenden Kreisen angereist waren. Das Durchschnittsalter gut 80 Jahre. Viele hatten deutliche kognitive und physische Einschränkungen, auf die das barrierefreie Format von Anfang an in Logistik, Musikauswahl und Moderation einzugehen versucht.

Das Konzert am 17.5. von 15 bis 16 Uhr hatte zwei klassische Musikteile, die beide aus dem aktuellen Programm des WSO stammten. Zum Schluss waren zwei Volkslieder vorgesehen, die gemeinsam von den Anwesenden gesungen und gespielt werden. Das erste Klassikstück stammte aus einem Streichquintett von George Onslow (1784 - 1853), ein seinerzeit erfolgreicher französischer Komponist, der auch in Köln gastiert hatte und von Zeitgenossen immerhin als der französische Beethoven bezeichnet wurde.

Wilde Nacht

Das zweite Stück war von einem tschechischen Komponisten der Vorkriegszeit: Pavel Haas (1899 - 1944), der mir zuvor freilich ebenso unbekannt war wie der ursprünglich aus England stammende Franzose George Onslow. Von ihm sollte etwas aus seinem Streichquartett "Von den Affenbergen" zu hören sein, nämlich die 'Wilde Nacht'. Letzterer konnte fakultativ ein Schlagzeug beigegeben werden - was auch sehr eindrucksvoll geschah!

In der Vorbereitung auf eine Moderation, die versucht, eher vertraute Kontexte der jeweiligen Musik aufzugreifen (Jahreszeit, Gefühle, Alltagserfahrungen...), las ich, dass die Affenberge nicht in Afrika zu vermuten waren. Vielmehr hatte eine beliebte Ausflugsgegend in der Nähe des tschechischen Brünn diesen Namen. Das Stück von Pavel Haas war eine beschwingte Landpartie, mit zart-romantischen Tönen bis hin zu dramatischem Gewitterdonner. Aber das war noch relativ vertraut.

Haas war einer der modernen Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts, die auf die Brüche der Zeit (Industrialisierung und Massengesellschaft, 1. Weltkrieg, radikale Nationalismen...) mit anderen Tönen antworteten als noch das Jahrhundert zuvor. Das heißt, es gab eher ungewöhnliche Hörerlebnisse.

Jude, Nazis, Auschwitz

Hinzu kam, dass Pavel Haas Jude war und 1944 allein aus diesem Grund wie Millionen andere in Auschwitz von den Nazis umgebracht worden war. In einem Wikipedia-Eintrag zu ihm ist eine Abbildung eines ‚Stolpersteines‘ vor seiner letzten Wohnstätte in Brünn. Darauf heißt es (auf Tschechisch, in Übersetzung): HIER LEBTE PAVEL HAAS GEB. 1899 DEPORTIERT 1941 NACH THERESIENSTADT ERMORDET 1944 IN AUSCHWITZ

Das WDR Sinfonieorchester hatte das Stück ohne Zweifel auch ins Programm genommen, um an das Schicksal dieses Komponisten zu erinnern. (Kurz zuvor war im Übrigen eine große Ausstellung zu Otto Freundlich im Museum Ludwig gezeigt worden: Auch dieser "entartete" jüdische Maler und Bildhauer war von den Nazis 1944 ermordet worden.)

Von Haus aus Historiker habe ich mich intensiv mit deutscher und jüdischer Geschichte beschäftigt. Sollte ich also aus einer 'aufgeklärten' Haltung heraus etwas zum Anlass und zum Schicksal des Komponisten sagen? Oder sollte ich es verschweigen? Vielleicht aus einer ebenso 'aufgeklärten' Haltung heraus, nämlich der Kenntnis über das Krankheitsbild bei Demenz und darüber, dass hochaltrige Menschen dieser Generation häufig an traumatischen Erfahrungen (Nazizeit/Krieg/Flucht...) leiden, die gerade bei dementiellen Veränderungen schon durch geringe Anlässe aufbrechen können und dann kaum zu steuern sind... Dieser Widerstreit war der Grund für meine Anspannung.

Das eine tun und das andere...

In der Anmoderation erzählte ich also, dass Pavel Haas ein bekannter tschechischer Komponist der Vorkriegszeit gewesen sei, dass er überdies Jude war und dass in dieser Zeit für die Nazis allein schon dieser Umstand ausreichte, ihn – wie viele andere Menschen auch – in Auschwitz zu ermorden.

Da es bis dahin keine spürbare Reaktion im Kleinen Sendesaal gab, fuhr ich fort: dass wohl allen Anwesenden bekannt sei, wie flüchtig der Umgang mit der Erinnerung sein könne und dass ich es deshalb großartig fände, wie eine jüngere Musikergeneration an das Werk eines solches Mannes erinnere. Das Streichquartett „Von den Affenbergen“ sei viele Jahre vor diesen schrecklichen Ereignissen entstanden, Pavel Haas sei damals noch ein junger Mann gewesen, und die Affenberge seien ein beliebtes Naherholungsgebiet gewesen. In der Musik gehe es also um Eindrücke während einer beschwingten Reise aufs Land...

Gespielt wurde der letzte Satz, die ‚Wilde Nacht‘ und das Schlagzeug sorgte eindrucksvoll für die dramatische Zuspitzung. In Pavel Haas' neoklassischer Musik tauchen auch gelegentliche Jazz-Elemente neben Volksliedtönen oder jüdischen Traditionen auf, Töne und Rhythmen können sich überlagern. Mir gefiel dieser 'Kompositionssound' der 20er Jahre, ich empfand ihn als spannend. Zugleich war mir klar, dass diese Musik nicht unbedingt den Hörgewohnheiten sehr alter Menschen entsprach.

Am Ende freundlicher Applaus.  Bei den beiden ‚frühlingshaften‘ Volksliedern am Ende des Konzerts mischte sich wieder - empfindsam improvisierend – das Schlagzeug in das Quartett der Streichinstrumente und trug zum (traditionell) emotionalen Höhepunkt des Konzertnachmittags bei.

Erinnern oder Vergessen

Demenz stellt vieles auf den Kopf, sodass es nicht mehr eindeutig ist. Vieles erscheint ungewiss und wir erfahren oftmals, dass wir ‚aufgeklärt‘ ziemlich danebenliegen können. Ob meine Moderation ein Ausdruck des Verstandes war oder des Gefühls, ob ich die Besucher mehr im Blick hatte oder Pavel Haas – ich hätte es nicht sagen können.  Demenz greift oftmals in unser gewohntes, kognitiv-abgesichertes Verhalten in einer Weise ein, dass uns nur Annäherungen bleiben an das, was ‚richtig‘ sein könnte.

Übrigens ergab die Evaluation später, dass die Moderation (‚Jude‘, ‚Nazis‘) kein Thema des Anstoßes gewesen war, wohl aber die ‚herausfordernde‘ Musik an sich. Man wünschte sich wieder etwas, das vertrauter war.

Noch Plätze frei! Musik erleben! WDR-Konzert für Menschen mit Demenz 17.5. in Köln

Auf dem Programmzettel stehen Bezeichnungen wie 'Wilde Nacht', 'Von den Affenbergen' oder 'Allegro grandioso' - es ist mitten im Frühling, was will man mehr? Der WDR und das WDR Sinfonieorchester bieten zusammen mit dementia+art auch in diesem Jahr wieder barrierefreie und kostenlose Kammerkonzerte für Menschen mit Demenz an. Wir laden Sie am 17. Mai um 15 Uhr ein, das ganz besondere Konzert zu erleben, mit gemeinsamem Singen und Musizieren zum Schluss!

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09.02. Happy Hour mit Schumann Kölner Philharmonie

Mit ihrer Gesamtaufnahme der Orchesterwerke von Robert Schumann haben Heinz Holliger und das WDR Sinfonieorchester in jüngster Zeit einen diskografischen Meilenstein gesetzt. Das Konzept einer beweglichen, akzentreichen und profilstarken Darstellung kommt auch den späten Chorballaden Schumanns zugute. Nach dem Misserfolg seiner Oper »Genoveva« fand der Komponist hier zu einer idealen Verbindung von liedhafter Innigkeit und dramatischer Wucht.

Robert Schumann
Zwei Balladen für Soli,
Chor und Orchester:

Des Sängers Fluch op. 139
Das Glück von Edenhall op. 143

Mitwirkende:

  • Julia Borchert, Sopran
  • Ingeborg Danz, Alt
  • Christian Elsner, Tenor
  • Manfred Bittner, Bass
  • Daniel Schmutzhard, Bariton
  • WDR Rundfunkchor Köln
  • Robert Blank, Einstudierung
  • WDR Sinfonieorchester Köln
  • Heinz Holliger, Leitung
  • Matthias Bongard, Moderation

Weitere Infos: H i e r


Besonders willkommen sind Menschen in einer frühen Phase ihrer Demenz, die in der Familie leben. Genießen Sie zusammen mit Ihren Angehörigen und Freunden in der wunderbaren Kölner Philharmonie bei klassischer Musik eine Schöne Zeit! Weil die Konzerte mittlerweile sehr gut besucht werden, ist ggfs. eine umsichtige Begleitung für Hilfestellungen anzuraten.

An Multiplikatoren (Beratungsstellen, Pfarrämter, Arztpraxen, Apotheken, Tagescafés und Selbsthilfegruppen) richtet sich der Wunsch, Menschen mit Demenz, die noch im familiären Umfeld leben, auf unsere besonderen Kulturangebote hinzuweisen. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Termine auslegen bzw. aushängen könnten. Eine einseitige PDF-Datei finden Sie unten im Anhang. DANKE!


Die reservierten Karten können erst an der Abendkasse (bis 18.30 Uhr) abgeholt werden. Sie erhalten dafür ein Stichwort.

WANN  09.02.2017    DAUER ca. 60 Minuten
WO    Philharmonie Köln, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
BEGINN  19:00 Uhr
KOSTEN  10 Euro (Einheitspreis/ermäßigt 7,50 Euro) Die angegebenen Ticketpreise verstehen sich inkl. MwSt.
Achtung  Dazu kommen VVKG und Servicegebühr.


WICHTIG! 

  • Die Plätze sind im Block K  in der Reihe 29 und 30. Die Plätze sind ganz oben und bequem über Aufzug zu erreichen. Sie sind für Personen mit Schwierigkeiten beim Gehen/Treppensteigen eher geeignet.

  • Besondere Rollstuhlplätze stehen direkt daneben zur Verfügung (Bereich R). Wenn Sie einen solchen Platz benötigen, bitte frühzeitig angeben! Für eine Reservierung benötigen wir den Namen des Rollstuhlfahrers. (Der Begleitende - Stuhl neben dem Rollstuhl - hat freien Eintritt)

Für eine orientierende Begleitung ist gesorgt.

Eine Anmeldung ist erforderlich:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! // 0157 - 88 34 58 81
Wir beraten Sie gerne!

Informationen zur Anfahrt hier (Über die U-Bahn-Station 'Rathaus' der Linie 5 ist die Philharmonie relativ leicht zu Fuß zu erreichen)

Einen Saalplan finden Sie H i e r

6.12. Vorweihnachtliches Kammerkonzert des WDR in der Klarissenklosterkirche / Eremitage in Wilnsdorf bei Siegen

                                 

                                        

Einen Bericht über das Konzert gab es im Siegerländer Wochenanzeiger vom 21.12.2016.

Sie können ihn unten in der Anlage als PDF finden.



WIR SIND AUSGEBUCHT!

Der WDR und das WDR Sinfonieorchester bieten zusammen mit dementia+art auch in diesem Jahr wieder ein - barrierefreies und kostenloses - vorweihnachtliches Kammerkonzert für Menschen mit Demenz in einer Region außerhalb von Köln an. In diesem Jahr ist es das Siegerland in Südwestfalen. Kooperationspartner vor Ort ist diesmal das Demenz-Servicezentrum Südwestfalen und der Förderverein.

Attachments:
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10.11. 19 Uhr Happy Hour mit Bartok in der Kölner Philharmonie

Béla Bartóks zweites Klavierkonzert wird selbst von den versiertesten Virtuosen wegen seiner extremen technischen Schwierigkeiten gefürchtet. Anna Vinnitskaya nimmt die Herausforderung an. Die »Solistin der Saison« präsentiert in kurzer Folge alle drei Konzerte des ungarischen Meisters, für den die Folklore seiner Heimat eine nie versiegende Inspirationsquelle war. Die Leitung hat Jukka-Pekka Saraste.

Béla Bartók
Konzert Nr. 2 für Klavier und Orchester

Rumänische Volkstänze für Orchester

Transsylvanische Volkstänze für Orchester

Mitwirkende:

  • Anna Vinnitskaya, Klavier
  • WDR Sinfonieorchester Köln
  • Jukka-Pekka Saraste Leitung
  • Uwe Schulz, Moderation

Weitere Infos: H i e r


Besonders willkommen sind Menschen in einer frühen Phase ihrer Demenz, die in der Familie leben. Genießen Sie zusammen mit Ihren Angehörigen und Freunden in der wunderbaren Kölner Philharmonie bei klassischer Musik eine Schöne Zeit! Weil die Konzerte mittlerweile sehr gut besucht werden, ist ggfs. eine umsichtige Begleitung für Hilfestellungen anzuraten.

An Multiplikatoren (Beratungsstellen, Pfarrämter, Arztpraxen, Apotheken, Tagescafés und Selbsthilfegruppen) richtet sich der Wunsch, Menschen mit Demenz, die noch im familiären Umfeld leben, auf unsere besonderen Kulturangebote hinzuweisen. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Termine auslegen bzw. aushängen könnten. Eine einseitige PDF-Datei finden Sie unten im Anhang. DANKE!


Die reservierten Karten können erst an der Abendkasse (bis 18.30 Uhr) abgeholt werden. Sie erhalten dafür ein Stichwort.

WANN  10.11.2016   DAUER ca. 60 Minuten
WO    Philharmonie Köln, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
BEGINN  19:00 Uhr
KOSTEN  10 Euro (Einheitspreis/ermäßigt 7,50 Euro) Die angegebenen Ticketpreise verstehen sich inkl. MwSt.
Achtung  Dazu kommen VVKG und Servicegebühr.


WICHTIG! 

  • Die Plätze sind im Block K  in der Reihe 29 und 30. Die Plätze sind ganz oben und bequem über Aufzug zu erreichen. Sie sind für Personen mit Schwierigkeiten beim Gehen/Treppensteigen eher geeignet.

  • Besondere Rollstuhlplätze stehen direkt daneben zur Verfügung (Bereich R). Wenn Sie einen solchen Platz benötigen, bitte frühzeitig angeben! Für eine Reservierung benötigen wir den Namen des Rollstuhlfahrers. (Der Begleitende - Stuhl neben dem Rollstuhl - hat freien Eintritt)

Für eine orientierende Begleitung ist gesorgt.

Eine Anmeldung ist erforderlich:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! // 0157 - 88 34 58 81
Wir beraten Sie gerne!

Informationen zur Anfahrt hier (Über die U-Bahn-Station 'Rathaus' der Linie 5 ist die Philharmonie relativ leicht zu Fuß zu erreichen)

Einen Saalplan finden Sie H i e r

07. 12. 15 Uhr Vorweihnachtliches Kammerkonzert im WDR Köln

Der WDR und das WDR Sinfonieorchester bieten zusammen mit dementia+art auch in diesem Jahr wieder ein - barrierefreies und kostenloses - vorweihnachtliches Kammerkonzert für Menschen mit Demenz an. Musik gilt als Königsweg zur inneren Welt der Gefühle. Freuen Sie sich am 07. Dezember um 15 Uhr auf ein ganz besonderes Kammerkonzert mit gemeinsamem Singen und Musizieren zum Schluss!

PROGRAMM

Streichquintett von Johannes Brahms

Zum Abschluss Gemeinsames Singen und Musizieren

BESETZUNG:

Violine: Ye Wu, Andreea Florescu

Viola: Mischa Pfeiffer, Tomasz Neugebauer

Violoncello: Susanne Eychmüller

Moderation: Jochen Schmauck-Langer


Wo? Kleiner Sendesaal des WDR am Wallrafplatz
Wann? 07. 12. 2016 15.00 Uhr

Dauer: ca. 60 Minuten
Eintritt: frei
Anmeldung:   e r f o r d e r l i c h !
Bitte mit Angaben zu:

  • Name, Email, evt. Institution
  • Anzahl der Menschen mit Demenz und der Begleiter 
  • der Rollstühle, der Rollatoren,
  • wenn Sie mit einem Kleinbus anreisen, der auf dem WDR-Gelände geparkt werden soll: der Name des Fahrers und das Kennzeichen

Anmeldung bei: dementia+art / Jochen Schmauck-Langer: Mobil 0157 - 88 34 58 81
oder per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 



Informationen über Anfahrt- und Parkmöglichkeiten sowie den Ablauf

Liebe Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher,
wir freuen uns auf Ihren Besuch am Mittwoch, dem 07. Dezember, 15 Uhr im WDR Funkhaus am Wallrafplatz!

  • Das Konzert findet im Kleinen Sendesaal statt und beginnt um 15.00 Uhr.
    Wir sind bereits ab 14.00 Uhr für Sie da.

    EINGANG / ANFAHRT

    Der Haupteingang zum WDR Funkhaus befindet sich am Wallrafplatz und kann - wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen - über eine Rampe auch mit Rollstuhl erreicht werden (auf dem Plan > 1) Der Wallrafplatz ist allerdings Fußgängerzone und kann nicht mit dem PKW oder Bus angefahren werden.

    Eine direkte Anfahrt (für Busse) ist über den sogenannten „Pilzbau“ des WDR möglich. Die Einfahrt befindet sich „An der Rechtschule“ (auf dem Plan > 2). Dort können Besucher bequem aussteigen.
    >>> Wichtig: Eine Parkmöglichkeit im Innenhof des WDR kann nicht garantiert werden; der Fahrer muss sich ausweisen
    Die Konzertbesucher können dann über den rückwärtigen Eingang das WDR Funkhaus betreten.
    >>> Freundliche Helfer vor Ort stehen Ihnen bei allen Fragen zur Seite.

    Der Weg zum Konzertsaal ist von dort nicht weit. Auf dem Weg dorthin befinden sich die Toiletten und die Garderoben.


    [Plan WDR]
    Bis zum Konzerteinlass können Sie direkt vor dem Konzertsaal verweilen - für Sitzgelegenheiten ist gesorgt. Der Konzertsaal ist ebenerdig, es sind genügend Plätze für Rollstühle und Rollatoren eingeplant.

    TOILETTEN
    Es gibt eine behindertengerechte Toilette sowie weitere Toiletten.

    Wir wünschen Ihnen eine gute Anreise und uns allen einen schönen Konzertnachmittag!

    Haben Sie noch Fragen?
    Jochen Schmauck-Langer von dementia+art (Tel. 0157 88 34 58 81) beantwortet sie gerne.

 


 

                                   

 

Der WDR und das WDR-Sinfonieorchester sehen sich mit ihren Angeboten für Menschen mit Demenz im Musikbereich bundesweit in einer Vorreiterrolle für Inklusion, nicht zuletzt indem weitere Pilotprojekte beispielhaft in verschiedenen Städten ermöglicht werden.

dementia+art hat diese Konzerte von Anfang an organisiert, mitgestaltet und mit durchgeführt. Von der musikgeragogischen Auswahl, über die Bedingungen der Barrierefreiheit bis zu der unabdingbaren Kommunikation, die auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz eingeht.


>>> einen anschaulichen Bericht zu einem Konzert finden Sie:  H i e r

 >>> zu einem Demenz-Konzert  Brief einer Angehörigen 

 

Die Gedanken sind frei! - 28.9. Konzert zum Weltalzheimertag

Der WDR und das WDR Sinfonieorchester bieten zusammen mit dementia+art auch in diesem Jahr wieder ein - barrierefreies und kostenloses - klassisches Kammerkonzert für Menschen mit Demenz an. Es findet im Kontext des Weltalzheimertages statt und ist Teil der Demenzwochen, die in Köln zur gleichen Zeit stattfinden.
Musik gilt als Königsweg zur inneren Welt der Gefühle. Freuen Sie sich am 28. September um 15 Uhr auf ein ganz besonderes Kammerkonzert mit einem Bläser-Ensemble - und gemeinsamen Singen und Musizieren zum Schluss!

Weiterlesen: Die Gedanken sind frei! - 28.9. Konzert zum Weltalzheimertag

Die Gedanken sind frei - Musiker des WDR Sinfonieorchesters zu Gast im Theo-Burauen-Haus in Köln-Ehrenfeld

     
                                                                                 

Kammerkonzert des WDR am 27.09.2016 im Theo-Burauen-Haus in Köln

Musiker des WDR Sinfonieorchesters kommen am 27.09. um 15.30 Uhr zu Besuch ins Theo-Burauen-Haus in Köln und bringen 60 Minuten Kammermusik für ein Blechbläserensemble mit.

PROGRAMM

  • Henry Purcell (1659-1695)
    Stück für 2 Trompeten und 2 Posaunen
  • Maurice C. Whitney (1909-1984)
    Blechbläser Quartett No. 1
  • Lennie Niehaus (*1929)
    Miniature Jazz Suite # 1
  • Chris Hazell (*1948)
    Pops for Four ('Erscheint für vier')
    Hallelujah Drive - Feelin’ Easy - Steppin’ Out
  • J. S. Bach (1685-1750)
    Gavotte - Blechbläser Quartett

Gemeinsames Singen und Musizieren zum Abschluss

Mitwirkende
Trompete: Peter Mönkediek, Peter Roth
Posaune: Jeffrey Kant, Fred Deitz

MODERATION: Jochen Schmauck-Langer

WO Theo-Burauen-Haus in Köln, Peter-Bauer-Str. 2, 50823 Köln.
WANN  Dienstag 27.09.2016 von 15.30 bis ca. 16.30 Uhr
WER  Eingeladen sind Bewohnerinnen und Bewohner des Theo-Burauen-Hauses sowie Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in Köln–Ehrenfeld.
Der Eintritt ist frei!
Es besteht die Möglichkeit ab 14.30 Uhr im Café des Theo-Burauen-Hauses Kaffee und Kuchen zu trinken und zu essen.
Anmeldung erforderlich: bis 23.09.2016 unter 0221 / 57 33 210

 

Bericht über das Kammerkonzert im St. Vinzenz Seniorenhaus

Sechs junge Musikerinnen und Musiker des WDR Sinfonieorchesters gaben am 21. Juni ein exklusives, einstündiges Kammerkonzert im St. Vinzenz Seniorenhaus in Bad Godesberg. Das WDR Sinfonieorchester und dementia+art bieten in Kooperation regelmäßig besondere Musikprogramme für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Wegbegleiter an. Das Kammerkonzert fand im Saal des St. Vinzenz Seniorenhauses statt. Nicht nur die Bewohner und Bewohnerinnen des St. Vinzenz Seniorenhauses nahmen an dem Konzert teil, sondern auch die Wohngemeinschaft des geschützten Bereiches Haus Luise .

Die rund 65 Konzertbesucher erlebten Peter Tschaikowskys „Souvenir de Florence d-moll, Op. 70”. Musik gilt als Königsweg zur inneren Welt der Gefühle. Zahlreiche Studien zeigen, dass gerade Menschen mit Demenz häufig sehr positiv auf Musik reagieren. Durch die Kooperation mit dem WDR Sinfonieorchester möchte dementia+art Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen kulturelle Teilhabe ermöglichen.

“Wir möchten, dass unsere Gäste einfach eine schöne Zeit haben”, sagt Moderator Jochen Schmauck-Langer.

Und das ist an diesem Nachmittag gelungen: “An kleinen Gesten wie dem Mitwippen im Takt und den leuchtenden Augen konnte man genau sehen, dass die Musik die Bewohnerinnen und Bewohner erreicht hat”, erzählt Marina Osinski vom Sozialen Dienst des St. Vinzenz Seniorenhaus’.“

Besonders den Konzertbesuchern aus dem geschützten Haus Luise war zu anzumerken, wie die Musik die Menschen erreichte und berührte, stellten Frau Schallenberg ( Pflegedienstleitung) und Frau Müllers vom Sozialen Dienst fest.

dementia+art nimmt Bewerbungen von interessierten Seniorenheimen gerne entgegen.

 

22.09.2016: Beethoven Sinfonie Nr. 3 in der Happy Hour

Wie so viele seiner Zeitgenossen sah Ludwig van Beethoven in Napoleon Bonaparte vor allem den Befreier Europas, die Galionsfigur einer neuen Zeit. Mit der Widmung seiner dritten Sinfonie, der »Eroica«, wollte er dem Eroberer ein tönendes Denkmal schaffen. Die große Ernüchterung folgte 1804, als sich Napoleon in Paris die Kaiserkrone auf den Kopf setzte. Der ehemalige Kölner Gürzenich-Kapellmeister Marek Janowski dirigierte das WDR Sinfonieorchester zuletzt im Mai 2015.

PROGRAMM

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-dur op. 55
»Eroica«

Mitwirkende:

  • WDR Sinfonieorchester Köln
  • Jukka-Pekka Saraste, Leitung
  • Matthias Bongard, Moderation

Weitere Infos: H i e r

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