Bericht: Schüler*innen der Hilde Domin-Schule erleben 'Kunst für die Seele'

Das Projekt 'Kunst für die Seele' erlaubt es uns - in Kooperation mit der Eckhard Busch Stiftung und dem Museumsdienst Köln - Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen und Seniorengruppen mit psychischen Erkrankungen und emotionalen Krisen besondere ästhetische und soziale Erfahrungen in verschiedenen Kölner Museen anzubieten. Die Hilde-Domin-Schule hat vor der Sommerpause erstmals daran teilgenommen. Die verantwortliche Lehrerin Andrea Dierkes berichtet nachfolgend über die Erfahrungen mit zwei Museumsbesuchen.

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Kreative Lernfelder - Künstlerische Therapien in Kultur- und Bildungskontexten


© Mädchen am Fenster, Wallraf-Richartz-Museum
Die junge Frau ist ein Beispiel für die besondere Auswahl von 'Teilhabe-orientierten' Bildern und Objekten für diese Methode der Vermittlung, die sich an Menschen mit kognitiven, psychischen oder emotionalen Einschränkungen sowie Menschen mit nur wenig Erfahrung mit "Hochkultur" richtet. Um ein "Ankommen" im Museum zu ermöglichen, erweist es sich als besonders wichtig für die Teilnehmenden, selbst etwas beitragen zu können.

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Wiederholungstäter mit Notenschlüsseln in den Augen - ein etwas anderer Konzertbericht

Kennen Sie den Film 'Die große Chance'...? Sandra Bullock spielt darin eine kultivierte Südstaatenlady: eine erfolgreiche Innenarchitektin, Frau eines wohlhabenden Geschäftsmanns und zweifache Mutter. Sie schätzt das gute Leben, ist selbstbewusst, durchsetzungsfreudig - und hat ein waches Empfinden für soziale Gerechtigkeit. Als sie einen jugendlichen, obdachlosen Schwarzen auf der Straße sieht, nimmt sie ihn mit nach Hause. Der hünenhafte Junge wird bald ein selbstverständliches Mitglied der Familie und letztlich einer der berühmtesten Footballstars der USA. - Eine Frau, die dafür kämpft, dass Dinge möglich werden, die eigentlich unmöglich scheinen. Gabrielle Sauer, die Verfasserin des folgenden - sehr unterhaltsamen und zugleich berührenden - Berichts, erinnert mich an diese Frau: In diesem Fall in einer Geschichte von nachhaltiger sozialer und kultureller Teilhabe. (JSL)



 © Fotos: G. Sauer

22 WDR-Klassikkonzerte in 33 Monaten - Eine musikalische Erfolgsstory in einer Senioreneinrichtung des Clarenbachwerks Köln

„Nichts ruft die Erinnerung an die Vergangenheit so lebhaft wach wie die Musik.“ (Madame de Staël) und: „Es schwinden jedes Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten.“ (Friedrich von Schiller) - Gedanken formuliert vor langer Zeit, umschreiben sie genau die Bedeutung von Musik für demenzbetroffene Senioren in unserer Pflege-Einrichtung.

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Hannes Kreschmer


[Foto: Micea Iancu, Pexels]

Hannes Kreschmer ist 81 Jahre alt. Er wurde in einem Arbeiterbezirk in Berlin-Wedding geboren. Der Vater war Arbeiter im Straßenbau, die Mutter Hausfrau und Näherin. 3 jüngere Geschwister. Der Vater fällt in den letzten Kriegstagen. Als Ältester muss er nach dem Krieg die Mutter unterstützen, zurückstehen. Wenige Jahre Volksschule, keine Lehre. Arbeit auf dem Bau im sozialistischen Kollektiv. Wird Mitglied der Partei. Nach Arbeitsunfall, der sein linkes Bein verkürzt, Fußballplatzwart. Kettenraucher. Gründet keine Familie, lebt nie mit einer Frau zusammen.

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25 Kammerkonzerte für Menschen mit Demenz: Video, Presse, Erfahrungsberichte

VIDEO


©
Sauer
Konzerte für Menschen mit Demenz

Seit 2012 bieten wir in Kooperation mit dem WDR Sinfonieorchester und neuerdings auch mit dem WDR Rundfunkchor barrierefreie und kostenlose Kammerkonzerte für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Begleiter an. Anlässlich des Welt-Alzheimertags fand das 25. und 26. Konzert dieser Reihe statt. Zu dem Projekt ist nun ein kurzes Video entstanden, in dem die wesentlichen Voraussetzungen genannt werden - verbunden mit Einblicken in ein klassisches Konzert dieser Art.
Zum Video mit dem WDR Sinfonieorchester:  H i e r 
Zum einem Video mit dem WDR Rundfunkchor:  H i e r

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Kunstvermittlung für Menschen mit Demenz im 'Friendly Alien'. Ein Interview in Graz


© dementia+art

Marion Kirbis vom Universalmuseum Joanneum in Graz sprach mit Jochen Schmauck-Langer (dementia+art) über Teilhabe-orientierte Vermittlungsstrategien für Menschen mit Demenz. Im Interview geht es um die möglichen Herausforderungen, wenn man sich auf Menschen mit demenzieller Veränderung einlassen will, um unsere Haltung zur 'Verstandeskultur' und um die Chancen einer 'Teilhabe-orientierten Vermittlung' auch für andere Besuchergruppen im Museum - nicht zuletzt in Bezug auf moderne und zeitgenössische Kunst.

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Bericht der Baring Foundation: Kultur und Alter in NRW


[© Baring Foundation]

Im Sommer 2017 war Harriet Lowe, Mitarbeiterin der Londoner Baring Foundation, auf Studienreise in NRW. Sie wollte sich an verschiedenen Orten und in mehreren Kulturgattungen über "Creative Ageing in Germany" informieren. Die Baring Foundation ist in mehreren Bereichen aktiv. Ein Schwerpunkt liegt bei der Förderung von Kunst und Kultur im Alter, und für NRW lag es nahe, Almuth Fricke von Kubia als Ansprechpartnerin zu wählen. Die Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums 'Kunst und Bildung im Alter' in Remscheid gab Hinweise und Orientierung.

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Die halbe europäische Musiktradition - Rückblick auf 25 Kammerkonzerte für Menschen mit Demenz

Der ausführliche Bericht über ein Projekt, das vor gut 6 Jahren seinen Anfang nahm, versteht sich als Rückblick auf ein Format, das immer differenzierter wird. Zugleich versucht die Schilderung möglichst anschaulich alle beteiligten Bereiche einzubeziehen und kann für Personen und Institutionen, die ähnliche Projekte an den Schnittstellen von Musik und Demenz planen, eine erste Handreichung darstellen.


 „Erschöpft aber glücklich sind wir um 18.00 Uhr wieder zu Hause gewesen. Dieser Nachmittag hat unser ALLER ! Wohlbefinden gefördert (…) Viele unserer Bewohner werden Heute vergessen haben, dass sie Gestern im Konzert waren… ABER GESTERN WAREN SIE GLÜCKLICH!“

Persönliche Rückmeldungen wie diese sind wichtig für uns. Geschrieben hatte uns die Wohnbereichsleiterin eines Seniorenhauses, die mit einer Gruppe von 16 Personen und 6 Rollstühlen zu einem Kammerkonzert für Menschen mit Demenz gekommen war.

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Erfahrungsberichte, Medien, Interviews

Die Arbeit von dementia+art hat mittlerweile eine Reihe von Spuren hinterlassen in Form von Erfahrungsberichten, Artikeln oder Sendungen in den Medien; auch in Interviews. Dies betrifft sowohl die Kultur (Kunst und Musik) als auch die Bereiche Pflege und Betreuung. Nicht zu vergessen das Projekt 'Kunst für die Seele' für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Wir haben die oftmals verstreut-abgelegten Berichte zusammengefasst und geordnet. Eine Orientierung über bestimmte Formate und Angebote ist jetzt leichter möglich.

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Kultur ist für alle da - Die Kirchenzeitung des Erzbistums Köln über Museumsführungen für Menschen mit Demenz

Tobias Glenz über Museumsführungen für Menschen mit Demenz im Museum Ludwig, Köln.

"Er lächelt den alten Herrn im Rollstuhl an, spricht langsam, laut und deutlich: „Gefällt Ihnen dieses Gemälde? Was sehen Sie darauf?“ Jochen Schmauck-Langer hat sich für seine Fragen in die Hocke begeben, auf eine Höhe mit dem Rollstuhlfahrer. Der antwortet: „Das Mädchen darauf sieht traurig aus... Vielleicht hat sie die Suppenschüssel fallen lassen!“ Die ganze Gruppe lacht. Zwölf Personen, sechs davon haben Demenz, die anderen sechs begleiten sie.

Heute führt Schmauck-Langer die Gruppe durch das Kölner Museum Ludwig. Und schnell wird deutlich: Das hier läuft nicht wie eine „normale“ Museumsführung ab..."

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