dementia+art auf dem internationalen REHACARE-Kongress

Jochen Schmauck-Langer stellte ein vielbeachtetes Pilotprojekt vor, das von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert und von der Aktion Demenz e.V. unterstützt wird. Es ermöglicht kulturelle Teilhabe in Museen, Konzerthäusern, Theatern, Kinos ... für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen


KULTUR BRINGT DEMENZ IN BEWEGUNG ... - der Berichterstatter des epd (des Evangelischen Pressedienstes) überschreibt seinen Beitrag mit dem Motto von dementia+art. In seinem Artikel geht er auf die Ausführungen Schmauck-Langers zu den Möglichkeiten kultureller Teilhabe ein. Der Artikel ist hier nachzulesen.

Bei der mit zahlreichen Fotos unterlegten Präsentation (die Stefan Kleinstück vom Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW innerhalb der REHACARE-Vortragsreihe "Mit Demenz zu Hause leben" moderierte) war der Ausgangspunkt eine simple Frage:
Kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz - Wie soll das gehen?

  • Etwa wenn ein Seniorenheim mit Menschen mit Demenz ein klassisches Konzert besuchen will?
  • Oder eine Angehörige mit ihrem an Alzheimer erkrankten Mann in ein Museum gehen will, wie sie es früher oft getan haben?

Schmauck-Langer stellte dazu das Konzept von dementia+art e.V. vor:

  • ressourcenorientiert - barrierefrei - nachhaltig
  • die Hemmschwellen und Berührungsängste
  • die Rahmenbedingungen, derer es bedarf, um kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz zu ermöglichen

Die Eckpunkte finden sich im "Kölner Modell kultureller Teilhabe für Menschen mit Demenz".
Es wurde auf der Grundlage vielfältiger Erfahrungen in nahezu allen Kulturbereichen von dementia+art e.V. entwickelt - in Abstimmung mit dem Demenz-Servicezentrum Köln und das südliche Rheinland und der Informations- und Koordinierungsstelle der Demenz-Servicezentren NRW .

Für dementia+art bedeutet kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz:

  • die Möglichkeit Biografie- und Ressourcen-orientiert vor allem 'Eine Schöne Zeit' zu verleben
  • Kenntnis des Krankheitsbildes Demenz und ein Verständnis von Barrierefreiheit, das nicht nur äußere Stolpersteine, sondern auch die Auswahl der Inhalte und eine angepasste Kommunikation umfasst
  • eine enge Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Demenz und Kultur
  • geschulte Begleitung kultureller Teilhabe auf beiden Seiten
  • belastbare Strukturen, Öffentlichkeit und Nachhaltigkeit der Angebote (in Newslettern oder Broschüren), um eine planbare Nachfrage zu ermöglichen - sowohl für Menschen mit Demenz selbst und ihre Angehörigen als auch für Senioreneinrichtungen
  • insgesamt ein Stück Lebensqualität

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